Kategorie: Roman

  • „Wer möchte nicht am Leben bleiben“ von Helene Bukowski

    „Wer möchte nicht am Leben bleiben“ von Helene Bukowski

    „Bei der Einfahrt in den Bahnhof Lichtenberg verschwindet deine Übelkeit. Mit Nachdruck setzt du deine Füße auf den Bahnsteig, hebst das Kinn, hältst die Hand deiner Mutter, folgst deinem Vater.” (S. 103) Schon in dieser Ankunft steht die Anordnung fest, die den ganzen Roman trägt: einer geht voran, eine hält die Hand, eine folgt. Das…

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  • „Lori“ von Anousch Mueller

    „Lori“ von Anousch Mueller

    „Ein Geheimnis, das keines mehr ist, wird zur Lüge” (S. 7), heißt es im Prolog von Anousch Muellers Roman „Lori”, und dieser Satz legt bereits die ganze Konstruktion des Buches offen: eine ältere Schwester, von den Eltern totgeschwiegen, an die sich die Erzählerin Helena, genannt Leni, im Alter von acht Jahren dennoch wieder erinnert. Von…

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  • „In Bloom“ von Liz Bloom

    „In Bloom“ von Liz Bloom

    „Als ob Mädchen wie wir je gewinnen.” (S. 168) Sieben Worte, die den ganzen Roman zusammenfassen, noch bevor er sein Fundament, an anderer Stelle, wirklich preisgibt. In der australischen Kleinstadt Vincent, Hauptstadt der Teenie-Schwangerschaften und abgehauenen Väter, träumen vier Mädchen von der Flucht. Ihr Vehikel: eine Band, drei Akkorde, Kurt Cobain als Ersatzreligion, und diese…

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  • „Die Damentoilette – 22 Liebeserklärungen“ hrsg. von Friederike Schilbach

    „Die Damentoilette – 22 Liebeserklärungen“ hrsg. von Friederike Schilbach

    „Da draußen ist mein Name Emmi, aber eigentlich bin ich jemand anderes.“ S. 124 Es gibt Kritikerurteile, die ein Eigenleben entwickeln, das ihrem Urheber über den Kopf wächst. Als Denis Scheck ein Buch abfällig als Botschaft aus der Schnatterzone einer Damentoilette abtat, ahnte er vermutlich nicht, dass er damit nicht nur eine Debatte, sondern gleich…

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  • „Weltzeituhr“ von Helga Kurzchalia

    „Weltzeituhr“ von Helga Kurzchalia

    Wer wissen will, wie sich die DDR von innen anfühlte, in der Denkweise, in den Wortschöpfungen, in der Atmosphäre des Verschweigens, findet hier einen seltenen, klarsichtigen Zugang.

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  • „Die Lebensentscheidung” von Robert Menasse

    „Die Lebensentscheidung” von Robert Menasse

    „Überleben. Ein Wort wie ein Haltegriff.“ S. 97 Am 26. Februar 2024, kurz nach Mittag, trifft Franz Fiala eine Lebensentscheidung. So beginnt Robert Menasses neue Novelle, und der Satz klingt zunächst nach dem, was er verspricht: nach Aufbruch, nach dem Moment, in dem einer endlich das Steuer übernimmt.  Doch Menasse ist kein Autor, der Versprechen…

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  • „Harte Strandparty“ von Inga Machel

    „Harte Strandparty“ von Inga Machel

    „Wenn er eines weiß, dann, dass er den Müll und das Müllsein ein für alle Mal loswerden muss.“ (S. 140) Drei Leben. Das Messer. Ein und derselbe Abgrund. Inga Machels Debütroman „Harte Strandparty“ ist kein Buch zum entspannten Lesen. Es ist eines, das sich brutal festsetzt – durch seine Sprache, seine Protagonisten und in seinen…

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  • „Fünf Sechs Sieben Acht“ von Ewald Arenz

    „Fünf Sechs Sieben Acht“ von Ewald Arenz

    „Wer tanzen kann, kann auch stehen.“ S.237 Wir treffen Anton auf der Bühne. Sechzig Jahre alt, und noch hat er es drauf. Der Körper übernimmt, der Kopf leert sich, die Beine tragen ihn durch seinen Tanz, durch seine eigene Choreografie. Es ist sein Element, sein Leben. Und dann ist es vorbei! Nach einer gelungenen Vorstellung…

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  • „Die Katze“ Erzählung von Monika Maron

    „Die Katze“ Erzählung von Monika Maron

    „Ich neige dazu, hinter den Zufällen in meinem Leben nach einem Sinn zu suchen oder ihnen selbst einen Sinn zu erfinden“ S.46 Monika Marons „Die Katze” verhandelt unter dem Deckmantel einer anekdotischen Erzählung weit größere Themen als einen Katzenbiss. Es geht um Verletzlichkeit, Sterblichkeit und die Frage, wie man im Alter zu einer veränderten Haltung…

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  • „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien

    „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien

    „Aber ich trage zu viel Wut in mir. Alles was glänzt, mache ich kaputt.“  Ein Roman, der da beginnt, wo das Leben einsetzt: im Körper einer Frau, im Vorsprachlichen, im Ursprungsraum vor aller Erinnerung. Lilli  Tollkiens Debüt beginnt im Uterus. Lale wird in eine Welt geboren, die nicht auf sie gewartet hat, und der Roman…

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  • „Geschwister“ von Moa Herngren

    „Geschwister“ von Moa Herngren

    „Geschehen ist geschehen und gesehen ist gesehen,“ S.421 Familien sind Archive. Jedes Mitglied verwaltet ein eigenes Exemplar. Dasselbe Ereignis, denselben Vater, dieselbe Kindheit. Und weil niemand ins Archiv des anderen schaut, entstehen mit der Zeit drei, vier vollkommen verschiedene Versionen einer einzigen Wirklichkeit. Moa Herngren macht daraus Literatur. „Geschwister“ ist der dritte und abschließende Band…

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  • „Udo Fröhliche“ von Benjamin von Struckrad-Barre

    „Udo Fröhliche“ von Benjamin von Struckrad-Barre

    „Das Leben ist ein Aktivurlaub.“ S. 216 Udo Lindenberg ist gerade achtzig geworden. Und wer könnte das besser feiern als jener Mann, der seit einem Vierteljahrhundert sein Freund und sein genauester Beobachter ist? Benjamin von Stuckrad-Barre, 1975 in Bremen geboren, einst Enfant terrible der deutschen Popliteratur, hat mit „Udo Fröhliche“ kein gewöhnliches Porträt vorgelegt. Das…

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