Schlagwort: muss man lesen

  • „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien

    „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien

    „Aber ich trage zu viel Wut in mir. Alles was glänzt, mache ich kaputt.“  Ein Roman, der da beginnt, wo das Leben einsetzt: im Körper einer Frau, im Vorsprachlichen, im Ursprungsraum vor aller Erinnerung. Lilli  Tollkiens Debüt beginnt im Uterus. Lale wird in eine Welt geboren, die nicht auf sie gewartet hat, und der Roman…

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  • „Geschwister“ von Moa Herngren

    „Geschwister“ von Moa Herngren

    „Geschehen ist geschehen und gesehen ist gesehen,“ S.421 Familien sind Archive. Jedes Mitglied verwaltet ein eigenes Exemplar. Dasselbe Ereignis, denselben Vater, dieselbe Kindheit. Und weil niemand ins Archiv des anderen schaut, entstehen mit der Zeit drei, vier vollkommen verschiedene Versionen einer einzigen Wirklichkeit. Moa Herngren macht daraus Literatur. „Geschwister“ ist der dritte und abschließende Band…

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  • „Udo Fröhliche“ von Benjamin von Struckrad-Barre

    „Udo Fröhliche“ von Benjamin von Struckrad-Barre

    „Das Leben ist ein Aktivurlaub.“ S. 216 Udo Lindenberg ist gerade achtzig geworden. Und wer könnte das besser feiern als jener Mann, der seit einem Vierteljahrhundert sein Freund und sein genauester Beobachter ist? Benjamin von Stuckrad-Barre, 1975 in Bremen geboren, einst Enfant terrible der deutschen Popliteratur, hat mit „Udo Fröhliche“ kein gewöhnliches Porträt vorgelegt. Das…

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  • „Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am dunkelsten“ von Wolf-Ingo Härtl

    „Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am dunkelsten“ von Wolf-Ingo Härtl

    „Wieviel ist ein Menschenleben noch wert“  Seit sechs Jahren bringt Marie Menschen gegen Bezahlung um. Sie hält ihre Arbeit für verwerflich, aber nicht für unmoralisch, und in dieser feinen Unterscheidung liegt bereits der ganze Abgrund der Figur. Seit Anbeginn der Zeit, so ihre Logik, bringen Menschen Menschen um, und wo sie es nicht selbst tun,…

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  • „Wilde Häuser“ von Colin Barrett

    „Wilde Häuser“ von Colin Barrett

    „Jeder Junge, jedes Kind ist fähig zu Grausamkeit, wenn Gelegenheit und Umstände zusammenpassen…“ Seite 117 In der westirischen Kleinstadt Ballina, an jenem äußersten Rand des Kontinents, an dem das Land sich der Atlantikküste entgegenstemmt, lässt Colin Barrett seinen Debütroman spielen.  Es ist ein Wochenende im Spätsommer, das Salmon Festival steht bevor, und am Freitagabend öffnet…

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  • „Das war nicht anders möglich“ von Adrian H. Koerfer

    „Das war nicht anders möglich“ von Adrian H. Koerfer

    „Bei uns regierten nur Geld und Kälte.“ S 29 Der Titel des Buches ist auch der letzte Satz im Buch. Dazwischen liegt ein Martyrium. Der Autor, Adrian H. Koerfer, Jahrgang 1955, Kunsthistoriker, Germanist, Träger des Bundesverdienstkreuzes, legt mit diesem Memoir keine literarische Fingerübung vor. Er legt Zeugnis ab. Über eine Kindheit, die ihren Namen kaum…

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  • „Pina fällt aus“ von Vera Zischke

    „Pina fällt aus“ von Vera Zischke

    „Es braucht Störsteine. Es braucht sie sogar ganz dringend. Und sie müssen mitten im Fluss stehen, nicht am Rand.” (S. 276) Vielleicht kennt noch jemand die Fernsehserie „Drei Engel für Charlie“ von 1976, in der drei elegante Frauen im Auftrag des unsichtbaren Chefs Charlie Verbrecher jagten. Jill Monroe, alias Farrah Fawcett, war für eine ganze…

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  • „Der Fährmann“ von Regina Denk

    „Der Fährmann“ von Regina Denk

    „Für uns Weiber geht es immer ums heiraten, weil uns nichts gehört, ohne heiraten, weil wir nichts zu sagen haben, außer, wenn es um die Kinder geht, weil wir ohne Heirat allein, eine einzige Last sind für alle um uns herum.“ Seite 83  Es erinnert an jenes berühmte Lehrbuch aus Harry Potters Hogwarts-Bibliothek: das Monster…

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  • „Salto von Kurt Prödel“

    „Salto von Kurt Prödel“

    „Nehmen Sie sich kein Leben vor, dass sie ohnehin nicht haben wollen. Seite 232 Schon auf den ersten Seiten atmet einen dieses Buch warm an. Es ist keine demonstrative Wärme, sondern eine leise, beinahe beiläufige Geste der Zärtlichkeit. Die Vater-Sohn-Liebe liegt über allem wie eine Decke, unter der man noch etwas Kälte spürt, denn eine…

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  • „Blender“ von Anke Engelmann

    „Blender“ von Anke Engelmann

    „„Ich war siebzehn und hatte den Rausch entdeckt. Er gefiel mir besser als die Wirklichkeit. Seite 42 Es gibt Romane, die erzählen Geschichte. Und es gibt Romane, die lassen Geschichte fühlen wie klebriges Polyester  und den Kopfschmerz nach zu viel Rosenthaler Kadarka.  Anke Engelmanns Blender ist beides zugleich: Schelmenroman und Tragikomödie. Der Roman erzählt vom…

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  • „Im Paradies“ von Dorota Masłowska

    „Im Paradies“ von Dorota Masłowska

    „Mama geht mit klapperndem Besteck ab, ihre Brauen wollen weg aus dem Gesicht, irgendwohin, wo die Leute weniger bescheuert sind. Seite 9 Dorota Masłowskas kurze Prosa in dem Band „Im Paradies“ kennt keinen gemächlichen Eintritt. Ihre Geschichten umkreisen sprachlich wunde Punkte, die der Lesende nur dann in sich freilegt, wenn er sich nicht allein intellektuell,…

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  • „Der andere Arthur“ von Liz Moore

    „Der andere Arthur“ von Liz Moore

    „Ich habe das Gefühl, Menschen sind erst dann wirklich tot, wenn man nichts Neues mehr über sie erfährt.“ Seite 369 Charlene, 19, betritt voller Stolz den Seminarraum eines College. Sie trägt Rot, Grün und Gelb und „sie sieht aus wie eine Ampel“ (S. 19) . Es ist die Zeit überdimensionierter Schulterpolster, quietschbunter T-Shirts und Schlaghosen;…

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