Kategorie: Highlights

  • „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien

    „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien

    „Aber ich trage zu viel Wut in mir. Alles was glänzt, mache ich kaputt.“  Ein Roman, der da beginnt, wo das Leben einsetzt: im Körper einer Frau, im Vorsprachlichen, im Ursprungsraum vor aller Erinnerung. Lilli  Tollkiens Debüt beginnt im Uterus. Lale wird in eine Welt geboren, die nicht auf sie gewartet hat, und der Roman…

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  • „Geschwister“ von Moa Herngren

    „Geschwister“ von Moa Herngren

    „Geschehen ist geschehen und gesehen ist gesehen,“ S.421 Familien sind Archive. Jedes Mitglied verwaltet ein eigenes Exemplar. Dasselbe Ereignis, denselben Vater, dieselbe Kindheit. Und weil niemand ins Archiv des anderen schaut, entstehen mit der Zeit drei, vier vollkommen verschiedene Versionen einer einzigen Wirklichkeit. Moa Herngren macht daraus Literatur. „Geschwister“ ist der dritte und abschließende Band…

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  • „Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am dunkelsten“ von Wolf-Ingo Härtl

    „Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am dunkelsten“ von Wolf-Ingo Härtl

    „Wieviel ist ein Menschenleben noch wert“  Seit sechs Jahren bringt Marie Menschen gegen Bezahlung um. Sie hält ihre Arbeit für verwerflich, aber nicht für unmoralisch, und in dieser feinen Unterscheidung liegt bereits der ganze Abgrund der Figur. Seit Anbeginn der Zeit, so ihre Logik, bringen Menschen Menschen um, und wo sie es nicht selbst tun,…

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  • „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul

    „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul

    „Du bist jetzt fast nicht mehr da, und irgendwie doch noch.“ (S. 96) Es beginnt mit Schmetterlingen und neckenden Freundinnen, die Mr. New endlich kennenlernen wollen. Eben wie Liebesgeschichten so beginnen, mit Kribbeln und Vorfreude, mit jenen ersten Wochen, in denen alles möglich scheint und nichts gewiss ist. Rosa und Nikolas verlieben sich, und keiner…

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  • „Wilde Häuser“ von Colin Barrett

    „Wilde Häuser“ von Colin Barrett

    „Jeder Junge, jedes Kind ist fähig zu Grausamkeit, wenn Gelegenheit und Umstände zusammenpassen…“ Seite 117 In der westirischen Kleinstadt Ballina, an jenem äußersten Rand des Kontinents, an dem das Land sich der Atlantikküste entgegenstemmt, lässt Colin Barrett seinen Debütroman spielen.  Es ist ein Wochenende im Spätsommer, das Salmon Festival steht bevor, und am Freitagabend öffnet…

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  • „Rückverwandlung“ von Marcus Hammerschmitt

    „Rückverwandlung“ von Marcus Hammerschmitt

    „Aber so ist der Mensch; er denkt nur, was ihm gefällt“ Seite 6 Schon der Titel ist ein Versprechen, das sich nicht einlösen lässt. Rückverwandlung, das klingt zunächst nach Märchen, nach dem Kuss, der den Frosch wieder zum Prinzen macht, nach den Schwänen, die zu Elisas Brüdern werden, nach jener Erlösung, die das Volksmärchen so…

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  • „Don‘t miss the Clitoris“ von Prof. Dr. Mandy Mangler mit Esther Kogelboom

    „Don‘t miss the Clitoris“ von Prof. Dr. Mandy Mangler mit Esther Kogelboom

    Eine Bedienungsanleitung Der Klappentext bringt es auf den Punkt: Frauen wollen nicht weniger Sex als Männer, sie wollen oft nur nicht den Sex, der ihnen geboten wird.  Mit diesem Satz ist die Stoßrichtung des Buches präzise benannt, und Mandy Mangler sowie Esther Kogelboom halten, was diese Ankündigung verspricht: eine wissenschaftlich fundierte, dabei erfrischend unterhaltsame Erkundung…

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  • „Laute Nächte“ von Anna Freytag

    „Laute Nächte“ von Anna Freytag

    „Ich war 19, als ich gestorben bin.” (S. 301) Dieser Satz fällt nicht am Anfang des Romans, er fällt fast beiläufig und am Ende.  Es ist Kenni, der ihn denkt: ein junger Neunzehnjähriger, dessen Freundin Jasmin bei einem Autounfall ums Leben kam, der seit diesem Moment nicht mehr weiß, wer er eigentlich ist und ob…

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  • „Karacho“ von Susanne Schirdewahn

    „Karacho“ von Susanne Schirdewahn

     „Ich lasse das Leben zu.“ S.154 Sie sitzt am Fenster, schaut in die Wolken. Gerade ist er gefallen, dieser Satz: Ich liebe dich nicht mehr. Susanne Schirdewahn setzt ihre Protagonistin in diesem einen Moment aus, bevor alles beginnt. Kein Anlauf, kein Vorzeichen. Nur die Stille nach dem Einschlag. Das ist ganz nach meinem Geschmack, und…

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  • „Das war nicht anders möglich“ von Adrian H. Koerfer

    „Das war nicht anders möglich“ von Adrian H. Koerfer

    „Bei uns regierten nur Geld und Kälte.“ S 29 Der Titel des Buches ist auch der letzte Satz im Buch. Dazwischen liegt ein Martyrium. Der Autor, Adrian H. Koerfer, Jahrgang 1955, Kunsthistoriker, Germanist, Träger des Bundesverdienstkreuzes, legt mit diesem Memoir keine literarische Fingerübung vor. Er legt Zeugnis ab. Über eine Kindheit, die ihren Namen kaum…

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  • „Es war nicht anders möglich“ von Svenja Liesau

    „Es war nicht anders möglich“ von Svenja Liesau

    „Verlust ist auch bloß eine Challenge, die es zu meistern gilt.“ S.20  Berliner Nächte haben eine eigene Grammatik. Man betritt eine Eckkneipe, ruft ein lautes „Nabend” in den Raum und ist drin. Unaufgefordert segelt eine Weißweinschorle und ein Wodka auf den Tisch. Die Stammtrinker nicken. Die Stammtischphilosophen schwafeln im breiten Berliner Dialekt vom Rand der…

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  • „Pina fällt aus“ von Vera Zischke

    „Pina fällt aus“ von Vera Zischke

    „Es braucht Störsteine. Es braucht sie sogar ganz dringend. Und sie müssen mitten im Fluss stehen, nicht am Rand.” (S. 276) Vielleicht kennt noch jemand die Fernsehserie „Drei Engel für Charlie“ von 1976, in der drei elegante Frauen im Auftrag des unsichtbaren Chefs Charlie Verbrecher jagten. Jill Monroe, alias Farrah Fawcett, war für eine ganze…

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