Kategorie: Rezension

  • „Fünf Sechs Sieben Acht“ von Ewald Arenz

    „Fünf Sechs Sieben Acht“ von Ewald Arenz

    „Wer tanzen kann, kann auch stehen.“ S.237 Wir treffen Anton auf der Bühne. Sechzig Jahre alt, und noch hat er es drauf. Der Körper übernimmt, der Kopf leert sich, die Beine tragen ihn durch seinen Tanz, durch seine eigene Choreografie. Es ist sein Element, sein Leben. Und dann ist es vorbei! Nach einer gelungenen Vorstellung…

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  • „Katharsis“ von Maciej Siembieda

    „Katharsis“ von Maciej Siembieda

    „Ich heiße Kostas Tosidos. Ich bin Grieche.“ Seite 627 „Katharsis” von Maciej Siembieda fand sich im Juni 2026 auf der Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk wieder. Obwohl das Buch für mich weit mehr war als ein Krimi. Es geht um Politik, Geheimdienste, Gauner, Schmuggler und Korruption weit über Polen und die Stadt Gdynia hinaus.…

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  • „Die Katze“ Erzählung von Monika Maron

    „Die Katze“ Erzählung von Monika Maron

    „Ich neige dazu, hinter den Zufällen in meinem Leben nach einem Sinn zu suchen oder ihnen selbst einen Sinn zu erfinden“ S.46 Monika Marons „Die Katze” verhandelt unter dem Deckmantel einer anekdotischen Erzählung weit größere Themen als einen Katzenbiss. Es geht um Verletzlichkeit, Sterblichkeit und die Frage, wie man im Alter zu einer veränderten Haltung…

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  • „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien

    „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien

    „Aber ich trage zu viel Wut in mir. Alles was glänzt, mache ich kaputt.“  Ein Roman, der da beginnt, wo das Leben einsetzt: im Körper einer Frau, im Vorsprachlichen, im Ursprungsraum vor aller Erinnerung. Lilli  Tollkiens Debüt beginnt im Uterus. Lale wird in eine Welt geboren, die nicht auf sie gewartet hat, und der Roman…

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  • „Dunkel Leuchten“ von Barbara Imgrund

    „Dunkel Leuchten“ von Barbara Imgrund

    Ein Gedichtband Der Verlag edition federleicht hat den Gedichtband „Dunkel und Leuchten“ von Barbara Imgrund veröffentlicht . Schon der Titel besticht durch seine Ambivalenz. Ein Leuchten erzeugt nur das Licht und wo Licht ist, weicht die Dunkelheit. Wo sie herrscht, verschluckt sie alles, macht uns schwer, macht uns zu Schatten. In diesem Titel steckt bereits…

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  • „Geschwister“ von Moa Herngren

    „Geschwister“ von Moa Herngren

    „Geschehen ist geschehen und gesehen ist gesehen,“ S.421 Familien sind Archive. Jedes Mitglied verwaltet ein eigenes Exemplar. Dasselbe Ereignis, denselben Vater, dieselbe Kindheit. Und weil niemand ins Archiv des anderen schaut, entstehen mit der Zeit drei, vier vollkommen verschiedene Versionen einer einzigen Wirklichkeit. Moa Herngren macht daraus Literatur. „Geschwister“ ist der dritte und abschließende Band…

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  • „Udo Fröhliche“ von Benjamin von Struckrad-Barre

    „Udo Fröhliche“ von Benjamin von Struckrad-Barre

    „Das Leben ist ein Aktivurlaub.“ S. 216 Udo Lindenberg ist gerade achtzig geworden. Und wer könnte das besser feiern als jener Mann, der seit einem Vierteljahrhundert sein Freund und sein genauester Beobachter ist? Benjamin von Stuckrad-Barre, 1975 in Bremen geboren, einst Enfant terrible der deutschen Popliteratur, hat mit „Udo Fröhliche“ kein gewöhnliches Porträt vorgelegt. Das…

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  • „Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am dunkelsten“ von Wolf-Ingo Härtl

    „Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am dunkelsten“ von Wolf-Ingo Härtl

    „Wieviel ist ein Menschenleben noch wert“  Seit sechs Jahren bringt Marie Menschen gegen Bezahlung um. Sie hält ihre Arbeit für verwerflich, aber nicht für unmoralisch, und in dieser feinen Unterscheidung liegt bereits der ganze Abgrund der Figur. Seit Anbeginn der Zeit, so ihre Logik, bringen Menschen Menschen um, und wo sie es nicht selbst tun,…

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  • „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber

    „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber

    „Wer kontrolliert, wie ein Bild gezeigt wird, kontrolliert dessen Wirkung“ S. 103 Christian Huber, dessen Debüt „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ ihn auf einen Schlag in die oberen Ränge der Bestsellerlisten trug, legt mit „Solange ein Streichholz brennt“ einen Roman vor, der seine Herkunft aus dem Medienbetrieb weder verleugnet noch ausstellt, sondern produktiv gegen…

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  • „Dieses unruhige Ich“ von Dieter Burdorf

    „Dieses unruhige Ich“ von Dieter Burdorf

    Zum 100.Geburtstag dieser brillianten Intellektuellen Dieses unruhige Ich – Dieter Burdorfs neue Bachmann-Biografie zum Jubiläum Am 25. Juni 2026 jährt sich Ingeborg Bachmanns Geburtstag zum hundertsten Mal, und druckfrisch zu diesem Datum legt der Literaturwissenschaftler Dieter Burdorf bei C.H. Beck eine Biografie vor, die sich nicht nur durch ihren Umfang von 764 Seiten als gewichtige…

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  • „Böll kam nicht nach Troisdorf“ von Andreas Fischer

    „Böll kam nicht nach Troisdorf“ von Andreas Fischer

    „Wenn Vater an den Maschinen arbeitet, trinkt er keinen Schnaps.“S.148 Manchmal kommt die Post nicht an. Manchmal kommt sie zurück. Und manchmal kommt sie als Schuber mit drei Bänden, die ungelesen im Regal verstauben, bis sie Jahrzehnte später entsorgt werden.  Mit einer solchen Geste der unbeantwortet bleibenden Annäherung an den großen Bruder im Geiste beginnt…

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  • „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul

    „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul

    „Du bist jetzt fast nicht mehr da, und irgendwie doch noch.“ (S. 96) Es beginnt mit Schmetterlingen und neckenden Freundinnen, die Mr. New endlich kennenlernen wollen. Eben wie Liebesgeschichten so beginnen, mit Kribbeln und Vorfreude, mit jenen ersten Wochen, in denen alles möglich scheint und nichts gewiss ist. Rosa und Nikolas verlieben sich, und keiner…

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