Schlagwort: Selbstverwirklichung

  • „Alice“ von Marlen Mairhofer

    „Alice“ von Marlen Mairhofer

    „Alice will einfach aufhören zu weinen.“ (S. 69) Der Satz ist nach der Grammatik gebaut, nach der der ganze Roman funktioniert: ein Name, ein Verb, kein Kommentar. Die Besprechung von Marlen Mairhofer’s Debüt soll mit einem Wortspiel beginnen, das den Sturz von Lewis Carrolls Alice in den Kaninchenbau in seine Redewendungen zerlegt.  Alice fällt hin, fällt…

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  • „Liefern“ von Tomer Gardi

    „Liefern“ von Tomer Gardi

    „Auf der Straße hassen Sie uns, weil wir zu schnell fahren, zu Hause hassen Sie uns, weil wir zu langsam sind.“ (S. 153) Der Satz adressiert uns als Kundschaft und kennt für seine Sprecher kein richtiges Tempo. Zwischen zu schnell und zu langsam liegt kein Ort, und genau dort arbeiten die Rider. Ein Tipp aufs…

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  • „Anton und Alma“ von Dana Vowinckel

    „Anton und Alma“ von Dana Vowinckel

    Ein normaler Jude zu sein bedeutete, kaputt zu sein. Nicht normal zu sein. Es gab keine normalen Juden. (S. 182) Was wie ein beiläufiger Gedanke Antons klingt, legt bereits die Grundspannung des Romans offen: eine Identität, die sich stets vom Ausnahmezustand her definiert, nie vom Normalfall. Anton und Alma begegnen sich zweimal, als Jugendliche in…

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  • „Mutmacher-Menschen – Schräg. Stark. Außergewöhnlich.“ von Marcel Friederich

    „Mutmacher-Menschen – Schräg. Stark. Außergewöhnlich.“ von Marcel Friederich

    „Wer ist das eigentlich, dieser Typ mit der schrägen Fresse?“ Seite 31 Es war ein Lachen, das mich und meine Tochter auf der Leipziger Buchmesse 2026 an den Stand des Pinguletta Verlags lockte. Marcel Friederich strahlte uns nicht nur von seinem Buchcover entgegen. Als wir kurz darauf mit ihm ins Gespräch kamen, entstand sofort jenes…

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  • „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer

    „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer

    „Alles, was wild und frei ist, ist rot“. S. 73 Es gibt Sommer, die sich entfärben. Die ihre Wärme, ihre Farben verlieren, noch bevor man benennen kann, warum. Eva Pramschüfer, Jahrgang 1997, Journalistin und Debütautorin, nennt ihren Roman „Weißer Sommer” und lässt das Weiß für eine Leere stehen, ein Ausbleichen aller Farben, das schon begonnen…

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  • „Der Engel von Rom“ von Jess Walter

    „Der Engel von Rom“ von Jess Walter

    „Faber est suae quisque fortunae, sagte Monsignore, der Mensch ist der Meister seines Geschicks,…“ Seite 78  Es beginnt, wie so viele amerikanische Geschichten beginnen: mit einer Sünde und einem Traum.  Jack Rigel, Sohn einer überfrommen Mutter aus Omaha, Nebraska, ist das Ergebnis eines Fehltritts und wird dafür zeitlebens zum Bußpfand.  Die Mutter, fest entschlossen, das…

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  • „Halbinsel“ von Kristine Bilkau

    „Halbinsel“ von Kristine Bilkau

    „Aus Fürsorge erwächst Hoffnung, Hoffnungen verwandeln sich in Erwartungen.“ Seite 216 Ein Sommer mit Linn, so könnte „Halbinsel“ von Kristine Bilkau auch genannt werden, ist ein stilles, dabei ungemein eindringliches Buch. Es erzählt die Geschichte einer Mutter und ihrer erwachsenen Tochter – und in Wahrheit doch viel mehr: ein literarisches Nachdenken über Fürsorge und Freiheit,…

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  • „wir waren kometen“ von Daniel Gräfe

    „wir waren kometen“ von Daniel Gräfe

    „Wer laufen könne, gehe weg.“ Seite 124 Luba fällt Lukas durch ihre angespannte, aufrechte Haltung trotz ihrer inneren Versunkenheit auf. Später, als er sie schon liebt, ist es der grüne Sprenkel in ihrem linken Auge, der ihn nicht mehr loslässt. Ihre Kindheit hat Luba unter dem Regime von Ceausescu in Rumänien verbracht. Sie war angefüllt…

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  • „Am Kronleuchter hängen wir nicht – Wie Trude Herr die Welt sah“ von Marina Barth

    „Am Kronleuchter hängen wir nicht – Wie Trude Herr die Welt sah“ von Marina Barth

    „Wenn das Licht angeht, ist keine Zeit für Schmerz und keine Zeit für Tränen.“ Seite 228 Die Autorin Marina Barth ist Kabarettistin und seit 2001 Chefin des Klüngelpütz-Theaters in Köln. Ihr Leben und Wirken in Köln hat sie zum Buch „Am Kronleuchter hängen wir nicht -Wie Trude Herr die Welt sah“ inspiriert . Trude Herr…

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  • „Die Klassenkameradin“ von Martina Berscheid“

    „Die Klassenkameradin“ von Martina Berscheid“

    „Warum schleppte man eigentlich das Bild von jemandem mit sich herum, den man jeden Tag sieht?“ Seite 60 Wie ist das mit den Kindern, dem Muttersein? Erst stürmen sie in Dein Leben gewollt oder nicht spielt eher eine nebensächliche Rolle, denn sie besetzen es. Ja, Baby‘s sind Lebensbesetzer. Plötzlich existiert Deine Welt nicht mehr. Alles…

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  • „wir sind Pioniere“ von Kaleb Erdmann

    „wir sind Pioniere“ von Kaleb Erdmann

    „ich habe nicht die geringste ahnung wie man auf der flucht vor dem dispo eine familie finanzieren soll…“ Seite 17 Sie sind alle Ende zwanzig. Die Jugend verschwindet langsam durch die Hintertür und der Ernst, genau dieser Ernst des Lebens tritt ein. Vero, Maurice, Bruckner, Tara und Keno lernten sich während ihrer Studienzeit kennen. Die…

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  • „Was ich zurückließ“ von Marco Ott

    „Was ich zurückließ“ von Marco Ott

    Dieses kluge Debüt von Marco Ott funktioniert über das sehr persönliche Zwiegespräch mit seinen Eltern.

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