Schlagwort: Liebesgeschichte

  • „Anton und Alma“ von Dana Vowinckel

    „Anton und Alma“ von Dana Vowinckel

    Ein normaler Jude zu sein bedeutete, kaputt zu sein. Nicht normal zu sein. Es gab keine normalen Juden. (S. 182) Was wie ein beiläufiger Gedanke Antons klingt, legt bereits die Grundspannung des Romans offen: eine Identität, die sich stets vom Ausnahmezustand her definiert, nie vom Normalfall. Anton und Alma begegnen sich zweimal, als Jugendliche in…

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  • „1999 Meter über dem Meer“ von Caroline Wahl

    „1999 Meter über dem Meer“ von Caroline Wahl

    „Ich will reich sein, unabhängig und frei.” (S. 65) Ein Wunsch, der sich selbst schon unterläuft, kaum dass er ausgesprochen ist: drei Adjektive ohne Objekt, eine Formel, die eher benennt, was Samara nicht mehr sein will, als was sie werden könnte.  Nicht die Bestimmung eines Ziels grundiert diese Bewegung, sondern das fortwährende Verlassen des Vorherigen,…

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  • „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber

    „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber

    „Wer kontrolliert, wie ein Bild gezeigt wird, kontrolliert dessen Wirkung“ S. 103 Christian Huber, dessen Debüt „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ ihn auf einen Schlag in die oberen Ränge der Bestsellerlisten trug, legt mit „Solange ein Streichholz brennt“ einen Roman vor, der seine Herkunft aus dem Medienbetrieb weder verleugnet noch ausstellt, sondern produktiv gegen…

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  • „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul

    „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul

    „Du bist jetzt fast nicht mehr da, und irgendwie doch noch.“ (S. 96) Es beginnt mit Schmetterlingen und neckenden Freundinnen, die Mr. New endlich kennenlernen wollen. Eben wie Liebesgeschichten so beginnen, mit Kribbeln und Vorfreude, mit jenen ersten Wochen, in denen alles möglich scheint und nichts gewiss ist. Rosa und Nikolas verlieben sich, und keiner…

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  • „Laute Nächte“ von Anna Freytag

    „Laute Nächte“ von Anna Freytag

    „Ich war 19, als ich gestorben bin.” (S. 301) Dieser Satz fällt nicht am Anfang des Romans, er fällt fast beiläufig und am Ende.  Es ist Kenni, der ihn denkt: ein junger Neunzehnjähriger, dessen Freundin Jasmin bei einem Autounfall ums Leben kam, der seit diesem Moment nicht mehr weiß, wer er eigentlich ist und ob…

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  • „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer

    „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer

    „Alles, was wild und frei ist, ist rot“. S. 73 Es gibt Sommer, die sich entfärben. Die ihre Wärme, ihre Farben verlieren, noch bevor man benennen kann, warum. Eva Pramschüfer, Jahrgang 1997, Journalistin und Debütautorin, nennt ihren Roman „Weißer Sommer” und lässt das Weiß für eine Leere stehen, ein Ausbleichen aller Farben, das schon begonnen…

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  • „Der Fährmann“ von Regina Denk

    „Der Fährmann“ von Regina Denk

    „Für uns Weiber geht es immer ums heiraten, weil uns nichts gehört, ohne heiraten, weil wir nichts zu sagen haben, außer, wenn es um die Kinder geht, weil wir ohne Heirat allein, eine einzige Last sind für alle um uns herum.“ Seite 83  Es erinnert an jenes berühmte Lehrbuch aus Harry Potters Hogwarts-Bibliothek: das Monster…

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  • „Belly Up“ von Rita Bullwinkel

    „Belly Up“ von Rita Bullwinkel

    „Ich muss mit meinem Mann sprechen und mit dem Kochen.“ S. 28 Dieses Buch ist ein Überraschungs-Ei und das einige Wochen vor Ostern.  Jede Geschichte dieser Sammlung überrascht entweder durch Stil oder Inhalt, meist sogar mit beidem. Die amerikanische Autorin Rita Bullwinkel, Jahrgang 1989, heute Herausgeberin des legendären Literaturmagazins *McSweeney’s* und Professorin für Kreatives Schreiben…

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  • „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen

    „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen

    „Es liegt nun einmal in der menschlichen Natur, alles besser wissen zu wollen als andere, aber beibringen können wir anderen leider nichts, was der Mühe wert ist. Seite 351 Stolz und Vorurteil erweist sich insgesamt als weit mehr als eine Liebesgeschichte mit Happy End. Jane Austen verbindet in diesem Roman Gesellschaftskomödie, moralische Entwicklungsgeschichte und subtile…

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  • „Das Glück der Bücher“ von Karin Joachim

    „Das Glück der Bücher“ von Karin Joachim

    Eine Hommage auf die Welt der Bücher und auf die Freundschaft Suchen wir nicht alle das Glück in den Büchern? Wer diese Frage ohne Zögern mit Ja beantwortet, wird hier fündig, wenn auch nicht im Sinne großer Literatur. Das Glück der Bücher ist kein Roman, der stilistisch Wagnisse eingeht oder formale Grenzen verschiebt. Er ist…

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  • „Die Schwarzgeherin“ von Regina Denk

    „Die Schwarzgeherin“ von Regina Denk

    „Sie wollte nicht weg, konnte nicht bleiben. Seite 391 Die Schwarzgeherin von Regina Denk ist ein Roman der Enge, einer Enge der Topografie, vor allem aber der inneren Verfasstheit in einem Alpental. In den ersten Kapiteln entfaltet sich ein Dorf, dessen Moral so dicht ist wie der Nebel zwischen den Höfen, die sich an die…

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  • „Zehn Bilder einer Liebe“ von Hannes Köhler

    „Zehn Bilder einer Liebe“ von Hannes Köhler

    „Selbst in diesen Tagen der bleiernen Schwere war etwas an ihr, dass ihn erreichte, wenn nichts anderes zu ihm durchdringen konnte. Seite 69 Es beginnt mit einem Riss. Nicht im Gefühl, sondern im Gummi. Ein banaler Unfall, der sich binnen Sekunden in eine existentielle Frage verwandelt: Notfallapotheke, Pille danach und dann dieser Satz, der alles…

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