Schlagwort: Selbstfindung

  • „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer

    „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer

    „Alles, was wild und frei ist, ist rot“. S. 73 Es gibt Sommer, die sich entfärben. Die ihre Wärme, ihre Farben verlieren, noch bevor man benennen kann, warum. Eva Pramschüfer, Jahrgang 1997, Journalistin und Debütautorin, nennt ihren Roman „Weißer Sommer” und lässt das Weiß für eine Leere stehen, ein Ausbleichen aller Farben, das schon begonnen

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  • „Karacho“ von Susanne Schirdewahn

    „Karacho“ von Susanne Schirdewahn

     „Ich lasse das Leben zu.“ S.154 Sie sitzt am Fenster, schaut in die Wolken. Gerade ist er gefallen, dieser Satz: Ich liebe dich nicht mehr. Susanne Schirdewahn setzt ihre Protagonistin in diesem einen Moment aus, bevor alles beginnt. Kein Anlauf, kein Vorzeichen. Nur die Stille nach dem Einschlag. Das ist ganz nach meinem Geschmack, und

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  • „Das Glück der Bücher“ von Karin Joachim

    „Das Glück der Bücher“ von Karin Joachim

    Eine Hommage auf die Welt der Bücher und auf die Freundschaft Suchen wir nicht alle das Glück in den Büchern? Wer diese Frage ohne Zögern mit Ja beantwortet, wird hier fündig, wenn auch nicht im Sinne großer Literatur. Das Glück der Bücher ist kein Roman, der stilistisch Wagnisse eingeht oder formale Grenzen verschiebt. Er ist

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  • „Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht„ von Mieze Medusa

    „Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht„ von Mieze Medusa

    „Es ist schwer, mit Gefühlen umzugehen, die in Tsunamistärke durch den Körper rollen.“ Seite 273 Was für uns Lesende als irrwitziges Trainingslager einer endorphinsüchtigen Radfahrerin beginnt, verwandelt sich nach einem etwas hügeligen Einstieg in den Roman, in eine berührende Studie über das Neu-Erfinden in der Lebensmitte. Mieze Medusa, die Meisterin des rhythmischen Erzählens, berichtet von

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  • „Die Bärin“ von Daniela Chmelik

    „Die Bärin“ von Daniela Chmelik

    „Er wollte nur die positiven Seiten meines Lebens anzapfen, nicht die beschwerlichen, nichts mit Verbindlichkeiten.“ Seite 12  Daniela Chmeliks Die Bärin ist ein sprachlich und emotional forderndes Kammerspiel über Liebesverlust, Selbstzerstörung und weibliche Wut, die sich eher frustriert als kämpferisch zeigt.  Dinah, 40, wird nach sechs Jahren offener, aber unausgewogener Beziehung verlassen und fällt in

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  • „Der Engel von Rom“ von Jess Walter

    „Der Engel von Rom“ von Jess Walter

    „Faber est suae quisque fortunae, sagte Monsignore, der Mensch ist der Meister seines Geschicks,…“ Seite 78  Es beginnt, wie so viele amerikanische Geschichten beginnen: mit einer Sünde und einem Traum.  Jack Rigel, Sohn einer überfrommen Mutter aus Omaha, Nebraska, ist das Ergebnis eines Fehltritts und wird dafür zeitlebens zum Bußpfand.  Die Mutter, fest entschlossen, das

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  • „Prinzip Ungefähr“ von Caspar-María Russo

    „Prinzip Ungefähr“ von Caspar-María Russo

    „Im Anadraco kaufte ich mir ein Stück Parmigiano Reggiano, 48 Monate gereift, weil ohne Käse verreise ich nicht, dachte ich.“  Seite 17 Caspar María Russos Debütroman Prinzip Ungefähr ist ein Stück Gegenwartsliteratur, das mit Wucht in die Wirklichkeit junger urbaner Existenz crasht, ein ständiges Hin und Her zwischen Absurdität und schmerzlicher Intimität. Ich-Erzählerin Masha, eine

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  • „Fliehkraft“ von Britta Röder

    „Fliehkraft“ von Britta Röder

     „Wer die Vergangenheit permanent in Frage stellt, wird mit der Gegenwart kaum zurechtkommen „. Seite 223 Britta Röder wirbelt in Fliehkraft sieben Erzählungen durcheinander, die eins gemeinsam haben: Sie holen ihre Figuren aus dem Zentrum ihres Alltags, schleudern sie an den Rand und zwingen sie, mal einen anderen Blick auf das eigene Leben zu werfen

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  • „Fischtage“ von Charlotte Brandi

    „Fischtage“ von Charlotte Brandi

    »Da liegt erschlafft der Irrsinn wie ein Mahnmal … Wo sind wir, was ist passiert?« S.209 Also pass auf: Die Ella, die is’ ’ne Wuchtbrumme mit ordentlich Zunder inne Birne. Schon als Kind hat se ihre Wut weggeschwitzt auf’m Sportplatz – später dann fliegt se sternhagelvoll aus’m Karussell, Bein im Eimer, Laune komplett am Arsch.

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  • „Wir kommen zurecht“ von Annika Büsing

    „Wir kommen zurecht“ von Annika Büsing

    „Man verglich ja auch nicht Chopin mit Backofenpommes. Und beides war geil.“ (Seite 31) Wieder ein Teenager auf der Suche – aber nach was? Eine Coming-of-Age-Geschichte über Selbstfindung, Sinnsuche, Identitätsfragen? Man kann sich diese Fragen auch als Leser:in stellen – ebenso wie die Frage, warum man weiterlesen sollte. Ist man vielleicht zu alt für diese

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  • „Die imaginäre Nacht“ von Hugo Lindenberg

    „Die imaginäre Nacht“ von Hugo Lindenberg

    „Zeit ist überflüssig, ein Märchen für Erwachsene.“ Seite 11 Die Nacht trägt ihn durch die Straßen von Paris, ruhelos, fieberhaft, getrieben von Erinnerung und Begehren.  In Die imaginäre Nacht folgt der namenlose Erzähler den Spuren seiner Mutter, deren Tod sich über Jahrzehnte wie ein Schatten über sein Leben legt. Es ist eine Reise ins Ungewisse,

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  • „Körper aus Licht“ von Jennifer Down

    „Körper aus Licht“ von Jennifer Down

    „Ich wusste nicht mehr, wie ich sein sollte. Ich wusste nicht, wie ich jemand sein sollte.“ Seite 329 Jennifer Downs Roman Körper aus Licht ist eine ergreifende Coming-of-Age-Geschichte, die sich mit den dunklen Seiten des Lebens auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht Maggie, eine junge Frau, deren Leben von Verlust, Vernachlässigung und Gewalt geprägt ist. Bereits mit

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