Schlagwort: Claassen

  • „Tschikago“ von Alexandra Stahl

    „Tschikago“ von Alexandra Stahl

    „Doch ned widder der Scheiß.” (S. 18) Schon in diesem einen Satz, breit unterfränkisch grundiert, steckt das ganze Großelternpaar: der tägliche Krach, der nie zum Bruch taugt, sondern sich, Abend für Abend, in eine Formel für gemeinsames Altern verwandelt.  Hier die Großmutter, die jede Katze des Dorfes füttert. Dort der Großvater, der Schrott sammelt, um…

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  • „Wer möchte nicht am Leben bleiben“ von Helene Bukowski

    „Wer möchte nicht am Leben bleiben“ von Helene Bukowski

    „Bei der Einfahrt in den Bahnhof Lichtenberg verschwindet deine Übelkeit. Mit Nachdruck setzt du deine Füße auf den Bahnsteig, hebst das Kinn, hältst die Hand deiner Mutter, folgst deinem Vater.” (S. 103) Schon in dieser Ankunft steht die Anordnung fest, die den ganzen Roman trägt: einer geht voran, eine hält die Hand, eine folgt. Das…

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  • „Das Fest“ von Lucy Fricke

    „Das Fest“ von Lucy Fricke

    „Du siehst aus, als hättest du dich mit dem Leben persönlich geprügelt“ Seite 74 Was für ein kleiner, feiner Roman, den uns Lucy Fricke mit „Das Fest“ beschert hat. Jakob wird fünfzig und will diesen Geburtstag nicht feiern. Er will keine Ziele mehr sondern einfach nur seine Ruhe. Sein 50. ist für ihn ein Abgrund,…

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  • „Dünne Wände“ von Sidik Fofana

    „Dünne Wände“ von Sidik Fofana

    „Wir würden in Villen wohnen, wo Brause aus dem Hahn kommt. Dann steig ich aus ner Limousine, mit Nerzmantel und schwarzen High Heels, die beim gehen nach Ruhm klingen.“ Seite 145 Sidik Fofana erzählt in acht miteinander verwobenen Geschichten von einer Zufallsgemeinschaft in der Wohnsiedlung Banneker Terrace an der 129 Ecke Fred Doug in Harlem.…

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  • „Vatermal“ von Necati Öziri

    „Vatermal“ von Necati Öziri

    „Erzählen ist wie Wasser Metin, einmal unterwegs, findet es seinen Weg von selbst“. Wie ist es ohne Vater aufzuwachen? Unerklärlich für das Kind. Er ist weg! Hat es Schuld daran? Kommt er wieder? Er kommt nicht, und auch die Mutter verschwindet und macht etwas Selbstsüchtigem Platz, etwas, dass nur interessiert ist an Ablenkung. An Ablenkung…

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  • „Für Euch“ von Iris Sayram

    „Für Euch“ von Iris Sayram

    „Ich brauchte keinen Garten, kein eigenes Zimmer, nicht mal ein eigenes Bett.“ Vom Köllner Friesenwall nach New York. Die Autorin Iris Sayram beschreibt ihre Kindheit und Jugend in einem sozialen Brennpunkt. Ihr literarisches Alter Ego ist die Tochter von Mimi und dem türkischen Gastarbeiter Mustafa. Sie wächst in der Friesenstraße in Köln zwischen Bordellen, Spielern,…

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