Schlagwort: Ullsteinverlage
-

„Elbland“ von Claudia Rikl
Was uns am meisten schmerzt, sind verpasste Gelegenheiten.” S. 226 Dieser so wunde Satz zieht sich wie ein rotes Band durch diesen Roman. Claudia Rikls Roman *Elbland* beginnt mit einem Tod und endet mit dem Versuch, ein Leben zu verstehen — das einer Mutter, einer Familie, einer Generation, die von der Geschichte zerrissen wurde, bevor
-

„Salto von Kurt Prödel“
„Nehmen Sie sich kein Leben vor, dass sie ohnehin nicht haben wollen. Seite 232 Schon auf den ersten Seiten atmet einen dieses Buch warm an. Es ist keine demonstrative Wärme, sondern eine leise, beinahe beiläufige Geste der Zärtlichkeit. Die Vater-Sohn-Liebe liegt über allem wie eine Decke, unter der man noch etwas Kälte spürt, denn eine
-

„Prinzessin Alice“ von Irene Dische
„Zeit ist ein Nahrungsmittel wie Wasser und Essen nur sehr begrenzt verfügbar. Seite 72 Was für ein Auftakt! Schon auf Seite acht schlägt Irene Dische das Zelt ihrer literarischen Frechheit auf: „Sie liebte das Leben mit solcher Inbrunst, dass ich nach einer Zeit ekstatischen Betens ihre Beckenmuskeln rhythmisch zusammenzogen. In jenen Momenten war ihr Stöhnen
-

„Bittersüß“ von Hattie Williams
„Meine Trauer war hart, kalt und leise. Sie war leer. Ich war leer. Seite 254 In einer Zeit, in der Machtverhältnisse zunehmend hinterfragt und offen gelegt werden, erzählt Hattie Williams in Bittersüß von einer Beziehung, die still beginnt – und doch von Anfang an ein Ungleichgewicht in sich trägt. Es ist die vertraute Geschichte von
-

„Zeit Ihres Lebens“ von Dirk Gieselmann
„ Alle Dinge sind in Ordnung, bis sie es plötzlich nicht mehr sind.“ Seite 30 In seinem Roman Zeit ihres Lebens zeichnet Dirk Gieselmann das zarte Porträt einer Liebe, die sich dem Leben entzieht, ohne sich ihm ganz zu verweigern – eine stille Affäre, die viermal im Jahr aufblüht und ebenso verlässlich wieder vergeht. Die
-

„Staying Alive“ von Eva Mirasol
„… denn Frühdienst in der Rettungsstelle ist wie Ramadan. Kein Frühstück, kein Mittagessen und Abendessen erst nach Einbruch der Dämmerung.“ Seite 115 Willkommen in der Hölle – Pardon, der Rettungsstelle eines großen Berliner Krankenhauses. Frisch dabei: Nicki, die Ärztin, die keinen Faden vernähen, aber jeden Puls fühlen kann – bevorzugt mit einem Liter Espresso im
-

„Die Nacht“ von Marc Raabe
„Wofür zum Teufel gab es Liebe, wenn sie immer nur alle unglücklich machte?“ Seite 37 Mit Die Nacht legt Marc Raabe den dritten Fall für Art Mayer vor – und katapultiert den Leser erneut in einen Strudel aus Lügen, Gewalt und tief vergrabenen Wahrheiten. Doch dieses Mal steht mehr auf dem Spiel als je zuvor:
-

„Fischtage“ von Charlotte Brandi
»Da liegt erschlafft der Irrsinn wie ein Mahnmal … Wo sind wir, was ist passiert?« S.209 Also pass auf: Die Ella, die is’ ’ne Wuchtbrumme mit ordentlich Zunder inne Birne. Schon als Kind hat se ihre Wut weggeschwitzt auf’m Sportplatz – später dann fliegt se sternhagelvoll aus’m Karussell, Bein im Eimer, Laune komplett am Arsch.
-

„Klapper“ von Kurt Prödel
„Sie sah aus wie eine verbrauchte Batterie“. Seite 129 Klapper heißt eigentlich Thomas, aber alle nennen ihn nur Klapper, was an seinem dürren Gestell, den langen, fettigen Haaren und einem Teint wie bei einem überbelichtetes Foto liegt. Sechs Wochen Sommerferien verbringt er in seinem dunstigen Zimmer, seine treuesten Begleiter: eine erdig verklebte Computermaus und ein
-

„Die vorletzte Frau“ von Katja Oskamp
Die Erinnerung ist eine zärtliche Schlampe. Sie trickst herum und entzieht sich, überfällt hinterrücks und liebkost so plötzlich, dass ich ihr kein Wort mehr glaube.“ Seite 149 Die Ich-Erzählerin, ist immer die vorletzte Frau. Es gibt ein nach ihr, dass wird ihr in der Nachschau auf zwei Männer und eine Lebensliebe bewusst. Da ist Karl,



