Schlagwort: Sprachkunst
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„Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tollkien
„Aber ich trage zu viel Wut in mir. Alles was glänzt, mache ich kaputt.“ Ein Roman, der da beginnt, wo das Leben einsetzt: im Körper einer Frau, im Vorsprachlichen, im Ursprungsraum vor aller Erinnerung. Lilli Tollkiens Debüt beginnt im Uterus. Lale wird in eine Welt geboren, die nicht auf sie gewartet hat, und der Roman…
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„Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am dunkelsten“ von Wolf-Ingo Härtl
„Wieviel ist ein Menschenleben noch wert“ Seit sechs Jahren bringt Marie Menschen gegen Bezahlung um. Sie hält ihre Arbeit für verwerflich, aber nicht für unmoralisch, und in dieser feinen Unterscheidung liegt bereits der ganze Abgrund der Figur. Seit Anbeginn der Zeit, so ihre Logik, bringen Menschen Menschen um, und wo sie es nicht selbst tun,…
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„Rückverwandlung“ von Marcus Hammerschmitt
„Aber so ist der Mensch; er denkt nur, was ihm gefällt“ Seite 6 Schon der Titel ist ein Versprechen, das sich nicht einlösen lässt. Rückverwandlung, das klingt zunächst nach Märchen, nach dem Kuss, der den Frosch wieder zum Prinzen macht, nach den Schwänen, die zu Elisas Brüdern werden, nach jener Erlösung, die das Volksmärchen so…
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„Miserere“von Helena Adler
„Wenn wir sterben, scheitern wir am Leben. Wären wir unsterblich, scheiterten wir am Tod.“ Seite 63 Begeisterung pur. Überwältigende Sprachlust auf 65 Seiten. Ein Filetstück für alle Literaturliebhaber:innen. Mit Miserere hat Helena Adler ein schmales, zugleich unendlich dichtes Buch hinterlassen – drei Texte, die wie ein letzter, glühender Auftritt wirken. Adler, geboren als Helena Prähauser,…

