Kategorie: Roman

  • „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ von Henning Sussebach

    „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ von Henning Sussebach

    „Immer fühlen sich ja Gegenwärtigen den Vergangenen überlegen. Seite 170 Dabei sind auch wir nur Vorübergehende. Ein Dorf im Sauerland, das Jahr 1887: Die Kulisse scheint klein, fast beiläufig. Doch in Andreas Sussebachs „Anna oder Was von einem Leben bleibt“ entfaltet sich aus dieser Provinz eine Welt, deren Nachklänge bis in unsere Gegenwart reichen. In…

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  • „Der Junge im Taxi“ von Sylvian Prudhomme

    „Der Junge im Taxi“ von Sylvian Prudhomme

    „Ringsum schweigen die Mauern, der Schornstein raucht, der ganze Hof liegt im Schnee wie ein warmes Tier.“ Seite 7 Ein Kind wird gezeugt in einem Schuppen, während der Krieg leise abzieht – besiegt, beschämt, und mit ihm all jene, die sich auf die falsche Seite der Geschichte geschlagen hatten oder ihr schlichtweg ausgesetzt waren. Und…

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  • „Schwiegermutter“ von Moa Herngren

    „Schwiegermutter“ von Moa Herngren

    „Jetzt wusste ich, wie es sich anfühlt, zu ertrinken.“ Seite 152 Moa Herngrens Roman Schwiegermutter ist ein Kammerspiel auf offener Bühne – ein psychologisches Drama, das seine Leser:innen mit voller Wucht trifft. Was als Familiengeschichte beginnt, entpuppt sich als hochkomplexes Geflecht aus Liebe, Abhängigkeit, Schuld und der verzweifelten Suche nach Anerkennung. Im Zentrum: Åsa, Mutter…

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  • „Tod in Venedig“ von Thomas Mann

    „Tod in Venedig“ von Thomas Mann

    „Aber köstlich, war auch der Abend, wenn die Pflanzen des Parks balsamisch dufteten…“ Seite 63 Gustav von Aschenbach ist ein Schriftsteller von eiserner Disziplin, verehrt für seine Klarheit, seine Strenge, seine Form. Doch tief in ihm brodelt eine Leere – eine künstlerische, existenzielle Erschöpfung. Ein flüchtiger Anblick in München – ein fremdartiger, rothaariger Mann –…

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  • „Rendezvous der Träumer, Narren und Verliebten“ von Eberhard Hilscher

    „Rendezvous der Träumer, Narren und Verliebten“ von Eberhard Hilscher

    „Wir müssen Bestseller und viel verkaufsfähige Minderwertigkeit drucken, um uns ab und an meisterhafte leisten zu können.“ Seite 197 Rendezvous der Träumer, Narren und Verliebten Eine Reise durch 30 Jahre Imagination – und ein spätes Heimspiel für einen literarischen Unangepassten Kaum ein Schriftsteller der DDR blieb so eigensinnig zwischen den Stühlen wie Eberhard Hilscher (1927…

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  • „Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste“ von Jakob Hein

    „Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste“ von Jakob Hein

    „Sie können Bücher verbieten oder irgendwelche Bands, aber wenn es keinen Schnaps oder keine Zigaretten geben würde, bräche hier ganz schnell die Revolution aus.!“ S.38 Mit Jakob Heins neuem Roman betreten wir ein kurios geschliffenes Diorama der späten DDR, das sich irgendwo zwischen Satire, historischer Revue und subversivem Ideenspiel bewegt. Schon die ersten Seiten lassen…

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  • „Im Dickicht der Erinnerungen“ von Ursel Schmid

    „Im Dickicht der Erinnerungen“ von Ursel Schmid

    „Sie sei gewillt, der Zeit, die ihr bliebe, das Maximum an Kreativität, Energie, Genuss und Liebe abzutrotzen, so weit es möglich sei.“ Ursel Schmid schickt ihre Leser:innen mit Im Dickicht der Erinnerungen auf eine leise, doch tiefgründige Reise durch Trauer, Selbsttäuschung und das zähe Ringen um ein wahrhaftiges Bild eines Menschen. Ausgangspunkt ist eine Bonner…

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  • „Nachtgäste“ von Nenand Veličkovič

    „Nachtgäste“ von Nenand Veličkovič

    „Wann immer Serben und Muslimen in einem Satz vorkommen, ist dieser Satz ohne Logik.“. Seite 35 Manche Bücher lesen sich wie ein Schrei, andere wie ein Flüstern aus der Tiefe eines Kellers. Nachtgäste von Nenad Veličković changiert irgendwo dazwischen – ein tagebuchartiger Roman, geschrieben aus der Sicht einer 18-jährigen, die den Krieg in Sarajevo nicht…

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  • „Nimms nicht persönlich“ von Tom Hofland

    „Nimms nicht persönlich“ von Tom Hofland

    Aber wer Böses will … wer wirklich Böses will…, der muss sich ein System ausdenken.“ Seite 150 Willkommen in der niederländischen Provinz, wo die Heide still flackert, Wildschweine wühlen und Pharmakonzerne sich langsam selbst verdauen. Tom Hofland serviert uns mit Nimms nicht persönlich eine Groteske in Reinform: eine feine kleine Höllenfahrt durch die florierende Welt…

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  • „Die Erinnerungsfotografen“ von Sanaka, Hiiragi

    „Die Erinnerungsfotografen“ von Sanaka, Hiiragi

    „Das scheint Wohl der Lauf der Dinge zu sein. Seinen Lebensweg zu finden, bedeutet wohl auch, sich allmählich von den Erinnerungen verabschieden zu müssen.“ S.22 In einem kleinen Atelier irgendwo zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Erinnerung und Vergessen, sitzt ein freundlicher Mann mit einem grauen Hemd, das an eine Soutane erinnert. Sein Name ist Hirasaka.…

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  • „Lebensversicherung“ von Kathrin Bach

    „Lebensversicherung“ von Kathrin Bach

    „Es geht nett de Reih nach.“ S. 155 Ein Prosadebüt auf Risiko – tragikomisch versichert durch alle Lebenslagen. Oder Coming of age zwischen Versicherungen. Die Erzählerin ist 34, aber erzählt aus einer kindlichen Perspektive. Und das ist keine Schwäche, sondern Stilmittel: So werden Sprachmuster entlarvt, die sich in Generationen wiederholen wie Versicherungsprämien. So klingt ein…

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  • „Staying Alive“ von Eva Mirasol

    „Staying Alive“ von Eva Mirasol

    „… denn Frühdienst in der Rettungsstelle ist wie Ramadan. Kein Frühstück, kein Mittagessen und Abendessen erst nach Einbruch der Dämmerung.“ Seite 115 Willkommen in der Hölle – Pardon, der Rettungsstelle eines großen Berliner Krankenhauses. Frisch dabei: Nicki, die Ärztin, die keinen Faden vernähen, aber jeden Puls fühlen kann – bevorzugt mit einem Liter Espresso im…

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