Autor: Carola Quint

  • Halbjahres Highlights 2025

    Halbjahres Highlights 2025

    Mein neustes Video auf YouTube: Von Jugendchaos mit Kurt Prödel bis zu Thomas Mann im Ferienmodus – ich stelle euch meine literarischen Favoriten von Januar bis Juni 2025 vor. Es wird politisch, poetisch, persönlich – und manchmal ziemlich schräg. Bücher über Mutterschaft, Männlichkeitswahn, Faschismus im Kleinen und Liebe im Großen. 📖 Was war euer Highlight

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  • „Nachtgäste“ von Nenand Veličkovič

    „Nachtgäste“ von Nenand Veličkovič

    „Wann immer Serben und Muslimen in einem Satz vorkommen, ist dieser Satz ohne Logik.“. Seite 35 Manche Bücher lesen sich wie ein Schrei, andere wie ein Flüstern aus der Tiefe eines Kellers. Nachtgäste von Nenad Veličković changiert irgendwo dazwischen – ein tagebuchartiger Roman, geschrieben aus der Sicht einer 18-jährigen, die den Krieg in Sarajevo nicht

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  • „Nimms nicht persönlich“ von Tom Hofland

    „Nimms nicht persönlich“ von Tom Hofland

    Aber wer Böses will … wer wirklich Böses will…, der muss sich ein System ausdenken.“ Seite 150 Willkommen in der niederländischen Provinz, wo die Heide still flackert, Wildschweine wühlen und Pharmakonzerne sich langsam selbst verdauen. Tom Hofland serviert uns mit Nimms nicht persönlich eine Groteske in Reinform: eine feine kleine Höllenfahrt durch die florierende Welt

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  • „Die Erinnerungsfotografen“ von Sanaka, Hiiragi

    „Die Erinnerungsfotografen“ von Sanaka, Hiiragi

    „Das scheint Wohl der Lauf der Dinge zu sein. Seinen Lebensweg zu finden, bedeutet wohl auch, sich allmählich von den Erinnerungen verabschieden zu müssen.“ S.22 In einem kleinen Atelier irgendwo zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Erinnerung und Vergessen, sitzt ein freundlicher Mann mit einem grauen Hemd, das an eine Soutane erinnert. Sein Name ist Hirasaka.

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  • „Lebensversicherung“ von Kathrin Bach

    „Lebensversicherung“ von Kathrin Bach

    „Es geht nett de Reih nach.“ S. 155 Ein Prosadebüt auf Risiko – tragikomisch versichert durch alle Lebenslagen. Oder Coming of age zwischen Versicherungen. Die Erzählerin ist 34, aber erzählt aus einer kindlichen Perspektive. Und das ist keine Schwäche, sondern Stilmittel: So werden Sprachmuster entlarvt, die sich in Generationen wiederholen wie Versicherungsprämien. So klingt ein

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  • Totenstille Dunkelheit von Conny Lüscher 

    Totenstille Dunkelheit von Conny Lüscher 

    „Meine Gedanken schwimmen wie sterbende Fische im Kopf. Seite 107 Ein 300-Seelendorf irgendwo zwischen Rebstöcken und Erinnerungen. Die Sonne brennt gnadenlos auf den ausgedörrten Boden, der Fluss liegt wie erstickt in seinem Bett, und zwischen verfallenen Mauern und verkrustetem Schweigen versucht eine junge Frau, mit der Vergangenheit abzurechnen. Totenstille Dunkelheit, der neue Thriller von Conny

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  • „Staying Alive“ von Eva Mirasol

    „Staying Alive“ von Eva Mirasol

    „… denn Frühdienst in der Rettungsstelle ist wie Ramadan. Kein Frühstück, kein Mittagessen und Abendessen erst nach Einbruch der Dämmerung.“ Seite 115 Willkommen in der Hölle – Pardon, der Rettungsstelle eines großen Berliner Krankenhauses. Frisch dabei: Nicki, die Ärztin, die keinen Faden vernähen, aber jeden Puls fühlen kann – bevorzugt mit einem Liter Espresso im

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  • „Thomas Mann macht Ferien“ von Kerstin Holzer

    „Thomas Mann macht Ferien“ von Kerstin Holzer

    „Wunderliche Seele! So nah befreundet und doch so fremd.“ Seite 82 Was für eine erfreuliche Wiederbegegnung mit Kerstin Holzer.  Sie nimmt uns erneut mit zu den Mann’s.  Nur dieses Mal geht es nicht nach Capri („Monascella“) sondern auf eine sommerliche Reise an den Tegernsee in „Thomas Mann macht Urlaub“.  – und zugleich mitten hinein in

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  • „Vierzig Mädchen“ von Maren Ernst

    „Vierzig Mädchen“ von Maren Ernst

    „Alles war leicht und frei, unwirklich wie ein kurzes Versprechen, eine Wette auf’s reinste Glück“ Seite 61 Ein Land, benannt nach seinen Töchtern: Kirgistan, wörtlich „40 Mädchen“ – ein poetisches Vermächtnis inmitten politischer wie gesellschaftlicher Umbrüche. Seit seiner Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1991 ringt das zentralasiatische Land an der Seidenstraße mit sich selbst – jung,

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  • „Prinzip Ungefähr“ von Caspar-María Russo

    „Prinzip Ungefähr“ von Caspar-María Russo

    „Im Anadraco kaufte ich mir ein Stück Parmigiano Reggiano, 48 Monate gereift, weil ohne Käse verreise ich nicht, dachte ich.“  Seite 17 Caspar María Russos Debütroman Prinzip Ungefähr ist ein Stück Gegenwartsliteratur, das mit Wucht in die Wirklichkeit junger urbaner Existenz crasht, ein ständiges Hin und Her zwischen Absurdität und schmerzlicher Intimität. Ich-Erzählerin Masha, eine

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  • „Das Haus der Goldmanns“ von Claudia Kaufmann

    „Das Haus der Goldmanns“ von Claudia Kaufmann

    A penny for your thoughts. S.40 Ein Anruf um zwei Uhr nachts – der Stunde der Unheilsbotschaften, der Umbrüche und der unausweichlichen Rückkehr ins persönliche Epizentrum. So beginnt „Das Haus der Goldmanns“ von Claudia Kaufmann. Was der Auftakt noch nicht verrät: Hier wird eine Familiengeschichte über drei Generationen aufgerollt – sie beginnt mit der Machtergreifung

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  • „Fuchs 8“ von George Saunders

    „Fuchs 8“ von George Saunders

    „…so als könnten Mänschen Libe fühlen und zeigen. Mit anderen Worten, Hoffnung für die Zukunft von der ganzen Erde!“ Was wie ein harmloses kleines Märchen beginnt – eine niedliche Fabel, geschrieben in fehlerhaftem Menschen-Deutsch von einem neugierigen Fuchs – entpuppt sich als literarischer Tritt ins Herz.  Fuchs 8 ist ein schmaler Band, kaum dicker als

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