Schlagwort: Satire
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„Blaues Wunder“ von Anne Freytag
„Manchmal ist die kleine Schwester von Scheiße eine Chance. Seite 106 Eine 70-Millionen-Euro-Yacht, ein Heer an Angestellten, ein Helikopterlandeplatz, eine exquisite Küche und traumhafte Kabinen. Dazu sieben Menschen, die einen Luxusurlaub in türkisblauer, philippinischer Kulisse genießen könnten. Doch wie Anne Freytag in ihrem neuen Roman „Blaues Wunder“ rasch klarstellt: „Es ist ein perfektes Dinner auf
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„Das Geschenk“ von Gaea Schoeters
„Elefantenhaufen sind Staatseigentum.“ S. 74 Ein Elefant in Berlin. Nicht aus Stein, nicht als Sinnbild – sondern aus Fleisch, Blut und politischer Relevanz. Und es bleibt nicht bei einem. Gaea Schoeters’ Das Geschenk ist kein Roman, der sich artig ins Regal der Gegenwartsliteratur einordnet. Es ist eine literarische Intervention – pointiert, komisch, hochpolitisch. Der Ausgangspunkt:
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„Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste“ von Jakob Hein
„Sie können Bücher verbieten oder irgendwelche Bands, aber wenn es keinen Schnaps oder keine Zigaretten geben würde, bräche hier ganz schnell die Revolution aus.!“ S.38 Mit Jakob Heins neuem Roman betreten wir ein kurios geschliffenes Diorama der späten DDR, das sich irgendwo zwischen Satire, historischer Revue und subversivem Ideenspiel bewegt. Schon die ersten Seiten lassen
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„Nimms nicht persönlich“ von Tom Hofland
Aber wer Böses will … wer wirklich Böses will…, der muss sich ein System ausdenken.“ Seite 150 Willkommen in der niederländischen Provinz, wo die Heide still flackert, Wildschweine wühlen und Pharmakonzerne sich langsam selbst verdauen. Tom Hofland serviert uns mit Nimms nicht persönlich eine Groteske in Reinform: eine feine kleine Höllenfahrt durch die florierende Welt
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„Ein ziemlich böses Mädchen“ von Jessica Zafra
„Katzen sind Haustiere des Teufels. Sie leben mit Hexen und essen Babys.“ Seite 18 Ein ziemlich böses Mädchen von Jessica Zafra ist eine ungewöhnliche Lektüre – es packt einen mit bissigen Witz und schlägt freche Haken. Und das Beste: Es ist höchst amüsant, ohne je ins Seichte abzurutschen. Siony ist die Mutter unserer Heldin. Sie
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„Der Duft des Wals“ von Paul Ruban
„Es ist traurig, was, mein Spatz, wenn die Dinge ihren Zauber verlieren.“ Seite 201 Wer kennt das nicht: Man fliegt in ein Luxusresort, um seine zerrüttete Ehe zu retten, und plötzlich liegt ein explodierter Wal am Strand. So beginnt Paul Rubans „Der Duft des Wals“, ein Roman, der sich liest wie ein tropischer Albtraum in
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„Der letzte Gendermann“ von Mark Jischinski
„Gefühlt wird jede Zelle meines Körpers in wenigen Augenblicken Suizid begehen…“ Seite 26 Peter Rutkowski ist ein weißer Mann heterosexuell und mysterisch. Mysterie, ist eine Erkrankung die auf der Wortkomposition von männlich und hysterisch stammt. (Früher die gute alte Männergrippe – meine Anmerkung). Seine Frau Maria und ihr Freund Inge eigentlich Ingo, der lieber Penelope

