Schlagwort: Biografie
-

„Prinzessin Alice“ von Irene Dische
„Zeit ist ein Nahrungsmittel wie Wasser und Essen nur sehr begrenzt verfügbar. Seite 72 Was für ein Auftakt! Schon auf Seite acht schlägt Irene Dische das Zelt ihrer literarischen Frechheit auf: „Sie liebte das Leben mit solcher Inbrunst, dass ich nach einer Zeit ekstatischen Betens ihre Beckenmuskeln rhythmisch zusammenzogen. In jenen Momenten war ihr Stöhnen
-

„Schwarzer Schwan“ von Theres Essmann
„Ich glaube, Paganini hat seine ganze verdammte Seele in das Geigenspiel gepackt.“ Genau, sagte er und dann nichts mehr. Ein schwarzer Schwan zieht seine Kreise – leise, wie ein Schattenriss auf der glatten Oberfläche des Alltags. Theres Essmanns Roman Schwarzer Schwan ist ein zartes, melancholisches Kammerspiel, ein literarisches Adagio über Erinnerung, Musik und das Unverfügbare
-

„Lagerfeld“ von Alfons Kaiser und Simon Schwartz
„Die Mode war seine Bestimmung“ Seite 26 In der Graphic Novel Lagerfeld gelingt Alfons Kaiser und dem Zeichner Simon Schwartz ein Kunststück: Sie verwandeln den schillernden Mythos Karl Lagerfelds in eine erzählerische Choreografie aus Text und Bild, ohne ihm dabei seine Rätselhaftigkeit zu nehmen. Was auf den ersten Blick wie eine klassische Biografie erscheint, entpuppt
-

„Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ von Henning Sussebach
„Immer fühlen sich ja Gegenwärtigen den Vergangenen überlegen. Seite 170 Dabei sind auch wir nur Vorübergehende. Ein Dorf im Sauerland, das Jahr 1887: Die Kulisse scheint klein, fast beiläufig. Doch in Andreas Sussebachs „Anna oder Was von einem Leben bleibt“ entfaltet sich aus dieser Provinz eine Welt, deren Nachklänge bis in unsere Gegenwart reichen. In
-

„Thomas Mann macht Ferien“ von Kerstin Holzer
„Wunderliche Seele! So nah befreundet und doch so fremd.“ Seite 82 Was für eine erfreuliche Wiederbegegnung mit Kerstin Holzer. Sie nimmt uns erneut mit zu den Mann’s. Nur dieses Mal geht es nicht nach Capri („Monascella“) sondern auf eine sommerliche Reise an den Tegernsee in „Thomas Mann macht Urlaub“. – und zugleich mitten hinein in
-

„Die Allee“ von Florentine Anders
„Architektur wird nicht sozialistisch, wenn man es plakativ draufschreibt.“ S. 245 Zwischen Beton und Biografie – Florentine Anders’ „Die Allee“ als literarisch-architektonisches Seelenarchiv der DDR In „Die Allee“ gelingt Florentine Anders ein bemerkenswerter Spagat: Zwischen den Monumenten sozialistischer Architektur der DDR und den brüchigen Mosaiken der eigenen Familiengeschichte entfaltet sich ein Buch, das ebenso Zeitdokument
-

„Am Kronleuchter hängen wir nicht – Wie Trude Herr die Welt sah“ von Marina Barth
„Wenn das Licht angeht, ist keine Zeit für Schmerz und keine Zeit für Tränen.“ Seite 228 Die Autorin Marina Barth ist Kabarettistin und seit 2001 Chefin des Klüngelpütz-Theaters in Köln. Ihr Leben und Wirken in Köln hat sie zum Buch „Am Kronleuchter hängen wir nicht -Wie Trude Herr die Welt sah“ inspiriert . Trude Herr
-

„Das Leben“ von Dana Schwarz-Haderek
„Verstehen kann man das Leben rückwärts; leben muss man es aber vorwärts“. Kierkegaard Ich bin ein großer Fan von Dana Schwarz-Haderek, deren herzliche und übersprudend positive Vibes mich auf der Leipziger Buchmesse sofort für sie eingenommen haben. Hier hat Sie mir auch ihr Buch „Das Leben“ in die Hand gedrückt und ich bin voller Erwartungen

