Schlagwort: Alter
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„Neben Fremden“ von Eva Schmidt
„Es hatte auch gute Zeiten gegeben.“ (S. 156) -dieser Satz wirkt wie eine nüchterne Bestandsaufnahme und zugleich wie ein Abschied. Er verweist auf ein Leben, das einmal mehr versprach als es nun einlöst, und lässt bereits erahnen, dass die Gegenwart von Verlust und Ernüchterung geprägt ist. Die guten Zeiten liegen hinter der Erzählerin; das Jetzt
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„Die Altenboomer“ von Denise Buser
„Lachen ist eine Vermählung von Schönheit und Coolness, die man im Alter auf keinen Fall verpassen sollte“. S. 63 Der Essay Altenboomer von Denise Buser ist ein Buch, das seine Zielgruppe nicht umwirbt, sondern kennt und erkennt. Vom Babyboomer zum Altenboomer: ein Rollenwechsel, der weder heroisiert noch bemitleidet wird. Die Autorin fragt nicht, wie man
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„Die späten Tage“ von Natascha Wodin
„Im Kreml brennt noch Licht“ Ein stilles Wunder. Zwei alte Menschen finden sich, als das Leben längst entschieden schien. Eine späte Liebe, noch unanständig schön, ein Leuchten, das andere sofort bemerken, während sie selbst sich für zwei Schiffbrüchige halten, die einander im letzten Licht festhalten. Friedrich, einst ein Unzerstörbarer, zerfällt vor ihren Augen in langsamen
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„Das Flimmern kleiner Lichter“ von Stephanie Mehnert
„Die Welt ist eben ein zerbrechliches Ding, man weiß nie, welcher Scherbenhaufen als nächstes zusammengesetzt werden will.“ Seite 58 Wie ist es, aus der Dunkelheit zu kommen? Schon als Kind an einem Ort ohne Schutz aufgewachsen zu sein, dem Gesetz des Stärkeren unterworfen, der in alkoholischen Exzessen zuschlug.Wie ist es, eine Schlagzeile gewesen zu sein,
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„Altern“ von Elke Heidenreich
„Das Wort, das mir immer mehr Angst machte als Krankheit, Unglück und Trennung ist das Wort Abhängigkeit.“ Seite 12 Was für eine Freude. Ich halte das Büchlein „ Altern“ von Elke Heidenreich in den Händen und kann kaum erwarten endlich loszulesen. Wie ein Kind möchte ich den Mund öffnen und es wie einen dicken Karamellbonbon
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„Das Haus“ von Monika Maron
„… aber der Zauber des Morgens hatte sich aufgelöst im Gezänk von gestern.“ Ist das nicht unser aller Traum? Keine Einsamkeit im Alter. Wer möchte schon traurig wie in kaltem Kaffee in seiner Vergangenheit rühren oder in einem Altenheim durch kalte Flure geschoben werden, ständig diesen süßlichen Geruch nach Urin und Desinfektionsmittel in der Nase?

