Kategorie: Rezension

  • „wir waren kometen“ von Daniel Gräfe

    „wir waren kometen“ von Daniel Gräfe

    „Wer laufen könne, gehe weg.“ Seite 124 Luba fällt Lukas durch ihre angespannte, aufrechte Haltung trotz ihrer inneren Versunkenheit auf. Später, als er sie schon liebt, ist es der grüne Sprenkel in ihrem linken Auge, der ihn nicht mehr loslässt. Ihre Kindheit hat Luba unter dem Regime von Ceausescu in Rumänien verbracht. Sie war angefüllt

    Mehr lesen »

  • „Meisterwerk“ von Aligéidar Tagiev

    „Meisterwerk“ von Aligéidar Tagiev

    „Und wohin schaut Gott?“ Seite 21 Der Dichter Tagiev schildert den Lesenden in seinem Vorwort seinen Lebensweg. Dieser ist geprägt von Armut, familiärer Gewalt und Ausgrenzung. Aber auch von Mutterliebe, Stärke und dem Glauben an sich selbst. Diese Erfahrungen spiegeln sich in Tagiev’s Gedichten wieder.  Der Gedichtband „Meisterwerk“ bewegt sich zwischen den Polen von tief

    Mehr lesen »

  • „Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes“ von Giulia Becker

    „Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes“ von Giulia Becker

    „Man wohnt nur einmal“. Seite 14 Giulia Becker lässt uns durch ihre Ich-Erzählerin an deren durchgeknallten Leben teilhaben. In ihren Geschichten geht es um Therapien, die Ehe, den Tod und Parkhäuser. Hinter all den Stories hockt ein unbezwingbarer Witz, den Frau Becker ungehemmt von der Kette lässt. Beispiele gefällig? Parkhäuser „In ein Parkhaus fährt man,

    Mehr lesen »

  • „Niemannswelt“ von Carina Bartsch

    „Niemannswelt“ von Carina Bartsch

    „Es gibt niemals nur eine Wahrheit“. Seite 382 Das Buch „Niemannswelt“ von Carina Bartsch ist eine dystopische Mischung aus Planet der Affen und Gilmans „Herland“. Wir befinden uns im Jahr 2196. Die Bevölkerung ist durchgehend weiblich. Die Frauen leben im Einklang mit der Natur. Alles ist geregelt, sogar die Fortpflanzung. So soll eine Überbevölkerung vermieden

    Mehr lesen »

  • „Junge aus West-Berlin“ von Maxim Leo

    „Junge aus West-Berlin“ von Maxim Leo

    „…in den dunklen Osten, in dem meine Lebensfreude wohnte“. Seite 14 Wer kennt nicht Udo Lindenbergs Song „Horizont“? „Hinterm Horizont geht’s weiter ein neuer Tag hinterm Horizont immer weiter zusammen sind wir stark! Das mit uns ging so tief rein das kann nie zu Ende sein sowas Grosses geht nicht einfach so vorbei!“ Marc reist

    Mehr lesen »

  • „Vergessene Seelen“ von Eva Geßner

    „Vergessene Seelen“ von Eva Geßner

    „…vergewaltigender Würger und Schuhfetischist mit einer Vorliebe für androgyne Frauen und teure Seidenunterwäsche.“ S.117 Ein Mann läuft durch das Tunnelsystem der Kanalisation unter der Stadt Köln. Er ist bereit Mitzi zu treffen. Für sie hat er alles vorbereitet und er freut sich schon auf die Jagd.  Die düstere und unappetitliche Location sowie der Begriff der

    Mehr lesen »

  • „Unversehrt“ von Eva Biringer

    „Unversehrt“ von Eva Biringer

    „Every Woman I know is in pain“ Caroline Reilly Seite 74 Weil ich in der Vergangenheit selbst viele Schmerzen aushalten musste, habe ich mir das Buch „Unversehrt – Frauen und Schmerz ein autobiografisches Plädoyer“ von Eva Biringer gekauft. Vorgestellt hatte ich mir eine Art Gesundheitsratgeber im Umgang mit dem Schmerz, die Beschreibung der Arten des

    Mehr lesen »

  • „Über Leben- Was bleibt und was nicht“ von Hanno Rinke

    „Über Leben- Was bleibt und was nicht“ von Hanno Rinke

    „Die Zeit, wenn sie nicht sofort tötet, heilt alle Wunden“ . Seite 100 Hanno Rinke erzählt in seinem autobiografischen Roman „Über Leben“ die Geschichte seiner Familie von 1870 bis 2024. Dabei gliedert er die Kapitel nach den zu betrachtenden Familienmitgliedern, geschichtlichen Ereignissen und Wohnorten. Diese Gliederung hindert den Autor aber nicht daran, die Zeitebenen willkürlich

    Mehr lesen »

  • „Der ewige Palast“ von Emelie von Drachenfels

    „Der ewige Palast“ von Emelie von Drachenfels

    „Die Verwandlung vollzog sich leise und türkisch, unbemerkt von denen, die den Alltag zu bewahren versuchten. Doch der Alltag war längst eine Bühne des Absurden, ein Drama, in dem alle Akteure gefangen waren.“ Seite 231 Der ewige Palast ist zweimal so alt wie die Stadt Etherion selbst. Mit seinen mächtigen Mauern und Türmen war er

    Mehr lesen »

  • „Am Kronleuchter hängen wir nicht – Wie Trude Herr die Welt sah“ von Marina Barth

    „Am Kronleuchter hängen wir nicht – Wie Trude Herr die Welt sah“ von Marina Barth

    „Wenn das Licht angeht, ist keine Zeit für Schmerz und keine Zeit für Tränen.“ Seite 228 Die Autorin Marina Barth ist Kabarettistin und seit 2001 Chefin des Klüngelpütz-Theaters in Köln. Ihr Leben und Wirken in Köln hat sie zum Buch „Am Kronleuchter hängen wir nicht -Wie Trude Herr die Welt sah“ inspiriert . Trude Herr

    Mehr lesen »

  • „Love Me Like It‘s Yesterday“ von Juliane Käppler

    „Love Me Like It‘s Yesterday“ von Juliane Käppler

    „ Ich habe beschlossen, ausschließlich in der Realität statt zu finden“, antworte ich.“ Seite 92 „Womöglitzen Eine Handlung, mit der die Möglichkeit für das Eintreten einer unter Umständen wünschenswerten Situation aktiv zu einer Wahrscheinlichkeit gemacht wird.“  Seite 153 Juno ist 36, Single und lebt in Leipzig. Sie restauriert als Tischlerin mit Leidenschaft alte Möbel. Diese

    Mehr lesen »

  • „Seitenblicke“ von Maiken Brathe

    „Seitenblicke“ von Maiken Brathe

    „Das Schicksal ist ein brutaler Mörder.“ Seite 155 In ihren Stories „Seitenblicke„ gewährt die Autorin Maiken Brathe mit hauchfeinem Humor Einblicke in die Abgründe des Lebens. Wer an Winterblues leidet, sollte diese Geschichten um Einsamkeit , Enttäuschung und Tod vielleicht lieber an sonnigen Tagen lesen, denn sie setzen dem Gemüt zu. Und das können diese

    Mehr lesen »