Schlagwort: Literatur
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„Im Paradies“ von Dorota Masłowska
„Mama geht mit klapperndem Besteck ab, ihre Brauen wollen weg aus dem Gesicht, irgendwohin, wo die Leute weniger bescheuert sind. Seite 9 Dorota Masłowskas kurze Prosa in dem Band „Im Paradies“ kennt keinen gemächlichen Eintritt. Ihre Geschichten umkreisen sprachlich wunde Punkte, die der Lesende nur dann in sich freilegt, wenn er sich nicht allein intellektuell,
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„Der andere Arthur“ von Liz Moore
„Ich habe das Gefühl, Menschen sind erst dann wirklich tot, wenn man nichts Neues mehr über sie erfährt.“ Seite 369 Charlene, 19, betritt voller Stolz den Seminarraum eines College. Sie trägt Rot, Grün und Gelb und „sie sieht aus wie eine Ampel“ (S. 19) . Es ist die Zeit überdimensionierter Schulterpolster, quietschbunter T-Shirts und Schlaghosen;
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„Happily“ von Sabrina Orah Mark
„Wie viele Minuten Kindheit haben alle unsere Kinder noch übrig?“ Seite 21 Happily trägt einen Titel, der fröhlich wirkt. Harmlos klingt er und ein wenig märchenhaft. Doch wie bei vielen Märchen, die sich erst im Rückblick als Zumutung für die kindliche Psyche entpuppen, erweist sich auch dieses Buch als Irritation. Happily verstört und es verlangt
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„Die englische Renaissance“ von Manfred Pfister
„Wo man neue Kontinente entdeckt, Weltbilder ins Wanken geraten, und Politik, Dichtung, Hexen glauben und moderner aufeinandertreffen.“ Die englische Renaissance war eine kulturelle und geistige Blütezeit in England, die sich vom späten 15. bis ins frühe 17. Jahrhundert erstreckte. Sie bedeutete vor allem eine literarische und geistige Erneuerung, getragen von Humanismus, der Reformation und dem
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„Einfach Literatur“ von Klaus Willbrand und Daria Razumovych
„Ein Antiquar macht das sein Leben lang, bis er nicht mehr kann. Und so wird es auch bei mir sein.“ Seite 202 Dass Literatur nicht nur zwischen zwei Buchdeckeln stattfindet, sondern im Austausch, im Fragen, im Erinnern – das macht dieses kluge Buch spürbar. In Einfach Literatur erzählen Willbrand und Razumovych nicht nur von Büchern,
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„Atemschaukel“ von Herta Müller
„Er stellt die glänzenden Schuhe wie zwei Lacktäschchen von hoch oben auf den Gehweg, als falle die leere Zeit durch die Sohlen aus ihm heraus“. Klappentext: Rumänien, Januar 1945. »Es war 3 Uhr in der Nacht, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.« So beginnt der erschütternde Bericht eines

