Schlagwort: Leseschatz
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„Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen
„Es liegt nun einmal in der menschlichen Natur, alles besser wissen zu wollen als andere, aber beibringen können wir anderen leider nichts, was der Mühe wert ist. Seite 351 Stolz und Vorurteil erweist sich insgesamt als weit mehr als eine Liebesgeschichte mit Happy End. Jane Austen verbindet in diesem Roman Gesellschaftskomödie, moralische Entwicklungsgeschichte und subtile
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„Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó
„Hoffnung ist Liebe, die sich erinnert, Seite 166 Henrik Szántós Roman Treppe aus Papier wagt ein Kunststück, das verblüffend einfach klingt und doch von großer formaler Kühnheit ist. Ein ganzes Haus also die Summe aller Rohre, Steine, Böden, Leitungen erzählt, ein Gedächtnis aus Mauerwerk. Dieses Haus ist Geheimnisbewahrer, denn es hat alles verinnerlicht, was in
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„Rom sehen und nicht sterben“ von Peter Wawerzinek
„Rolle den Redeteppich aus, über den wir uns in die Geschichte hinein wie in einen Aufführungsaal begeben und unsere Plätze einnehmen.“ Gleich dieser erste Satz aus Peter Wawerzineks neuem Buch Rom sehen und nicht sterben zieht den Leser in einen Theaterraum der Sprache. Hier wird nicht bloß erzählt, hier wird fabuliert, zelebriert, gestöhnt und gejubelt,
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„Gentlemen über Bord“ von Herbert Clyde Lewis
„Die Leute denken so lange nicht an den Tod, bis er sie fest anpackt. Seite 130 Was für ein feines wiederentdecktes Kleinod hat der Mareverlag da gehoben! Herbert Clyde Lewis’ Gentlemen über Bord aus dem Jahr 1937 ist ein Roman von solch kristalliner Intensität, dass man unwillkürlich Hildegard von Bingen bemühen möchte: „Ein Körnlein kann
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„Man sieht nur mit der Schnauze gut“ von Bernhard Aichner
„Im Hof liegt die Luft gelangweilten in der Gegend herum und macht auf unauffällig. S.45 Es gibt Monate, die braucht kein Mensch. Februar zum Beispiel. Der sinnloseste aller Monate, sagt jedenfalls Astro. Und wenn einer das sagen darf, dann er, denn Astro ist nicht nur Hund, sondern Schnüffler mit Herz, Naturtalent auf vier Pfoten und
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„Rendezvous der Träumer, Narren und Verliebten“ von Eberhard Hilscher
„Wir müssen Bestseller und viel verkaufsfähige Minderwertigkeit drucken, um uns ab und an meisterhafte leisten zu können.“ Seite 197 Rendezvous der Träumer, Narren und Verliebten Eine Reise durch 30 Jahre Imagination – und ein spätes Heimspiel für einen literarischen Unangepassten Kaum ein Schriftsteller der DDR blieb so eigensinnig zwischen den Stühlen wie Eberhard Hilscher (1927

