Schlagwort: Frauenbild

  • „Das gute Benehmen“ von Molly Keane

    „Das gute Benehmen“ von Molly Keane

    „Dann Schritt sie davon, elegant, wie auf Stelzen, all den Sorgen unten am Boden.“ Seite 228 Zum Inhalt: Aroon und ihr jüngerer Bruder Hubert wachsen auf Temple Alice, einem irischen Landsitz mit hundert Morgen Land auf.  Sie werden umsorgt von Nanny’s und der Kinderfrau Mrs. Brock. Die Mutter reagiert auf ihre Kinder eher mit gereiztem

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  • „Die Schwarzgeherin“ von Regina Denk

    „Die Schwarzgeherin“ von Regina Denk

    „Sie wollte nicht weg, konnte nicht bleiben. Seite 391 Die Schwarzgeherin von Regina Denk ist ein Roman der Enge, einer Enge der Topografie, vor allem aber der inneren Verfasstheit in einem Alpental. In den ersten Kapiteln entfaltet sich ein Dorf, dessen Moral so dicht ist wie der Nebel zwischen den Höfen, die sich an die

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  • „Kochen im falschen Jahrhundert“ von Teresa Präauer

    „Kochen im falschen Jahrhundert“ von Teresa Präauer

    „Die Freiheit des Menschen bestand auch darin, dem jeweils anderen seinen Fleck zu lassen. Seite 50 Am Anfang steht eine Einladung, der Grund eher belanglos, ein Abend mit Freunden eben. Die Gastgeberin imaginiert den Abend als leichtes Arrangement: Jazzmusik, Wiesenblumen auf einem dänischen Designertisch, dazu Salat und Quiche und ein guter Crémant. Eine Küche der

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  • „Die Rheinreise“ von Ann Schlee

    „Die Rheinreise“ von Ann Schlee

    „Einsamkeit, ohne die Disziplin des Gebets, führt nur zu einer morbiden, Selbstmitleid Geistesverfassung. Seite 173 Es ist ratsam, nach der letzten Seite von Ann Schlees Roman „Die Rheinreise“ einen Moment innezuhalten, ehe man sich Lauren Groffs klugem Nachwort widmet. Wenn man das Gelesene nachhallen lassen konnte, ist Groffs präzise Einordnung in die viktorianische Epoche, den

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  • „Junge Frau mit Katze“ von Daniela Dröscher

    „Junge Frau mit Katze“ von Daniela Dröscher

    „Man kann süchtig werden. Nach schlechten Gefühlen, wissen Sie? Süchtig nach Schuld, süchtig nach – Problemen. Süchtig nach Arbeit.“ Seit 200 Man könnte meinen, Daniela Dröscher knüpfe mit Junge Frau mit Katze an eine japanische Tradition an, das mai bukku, das „Lebensbuch“, in dem Erfahrungen nicht für andere, sondern für das eigene Selbst in Zusammenhang

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  • „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ von Henning Sussebach

    „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ von Henning Sussebach

    „Immer fühlen sich ja Gegenwärtigen den Vergangenen überlegen. Seite 170 Dabei sind auch wir nur Vorübergehende. Ein Dorf im Sauerland, das Jahr 1887: Die Kulisse scheint klein, fast beiläufig. Doch in Andreas Sussebachs „Anna oder Was von einem Leben bleibt“ entfaltet sich aus dieser Provinz eine Welt, deren Nachklänge bis in unsere Gegenwart reichen. In

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  • „Frauen — Die neuen „Jäger“ von Reinhard Pieske

    „Frauen — Die neuen „Jäger“ von Reinhard Pieske

    „Frauen sind aber schneller und konsequenter als Männer!“ Seite 243 Frauen sind wunderbar. So überschreibt der Autor Reinhard Pieske seinen Kurzgeschichtenband „Frauen – Die neuen Jäger – und zumindest darin kann ich ihm absolut beipflichten. Der Autor legt in dem Band 60 Kurzgeschichten vor, die sich allesamt um den Protagonisten Georg drehen – einen weißen

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  • „Else“ von Katharina Zorn & Jasna Fritzi Bauer

    „Else“ von Katharina Zorn & Jasna Fritzi Bauer

    „Nicht vergegessbar, nicht verzeihbar, aber verdrängbar.“ Seite 60 Wir blicken zurück in eine Epoche voller Widersprüche: die 1960er Jahre – ein Jahrzehnt der gesellschaftlichen Aufbrüche und zugleich der starren Rollenbilder.  Der Roman entwirft ein eindrucksvolles Panorama dieser Doppelmoral: Während sich im öffentlichen Diskurs bereits erste feministische Stimmen regen, bleibt die Frau im privaten Raum fest

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  • „Wachs“ von Christine Wunnicke

    „Wachs“ von Christine Wunnicke

    „Mit den Jahren verschwand viel Menschliches aus dem Menschen und allerlei Tierisches trat hinzu.“ Seite 36 Christine Wunnickes Wachs ist  entgegen schwerer, düsterer Historien-Brocken ein schmaler Roman, der sich dennoch gewichtig anfühlt.  Er entführt die Leserinnen und Leser in ein Paris der Extreme: Hitze, Gestank, Tod – die Stadt scheint im 18. Jahrhundert im Chaos

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  • „Der Einfluss der Fasane“ von Antje Rávik Strubel

    „Der Einfluss der Fasane“ von Antje Rávik Strubel

    „Wie immer man zu Kai Hochwerth stehen mochte; er und das Leben gingen seit dem 7. Mai getrennte Wege.“ Seite 22 Mit Der Einfluss der Fasane legt Antje Rávik Strubel einen sprachgewaltigen Roman vor, der nicht nur als literarisches Meisterwerk überzeugt, sondern auch eine scharfsinnige, gesellschaftskritische Analyse liefert. Im Zentrum steht die Journalistin Hella Karl,

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  • „Niemannswelt“ von Carina Bartsch

    „Niemannswelt“ von Carina Bartsch

    „Es gibt niemals nur eine Wahrheit“. Seite 382 Das Buch „Niemannswelt“ von Carina Bartsch ist eine dystopische Mischung aus Planet der Affen und Gilmans „Herland“. Wir befinden uns im Jahr 2196. Die Bevölkerung ist durchgehend weiblich. Die Frauen leben im Einklang mit der Natur. Alles ist geregelt, sogar die Fortpflanzung. So soll eine Überbevölkerung vermieden

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  • „Unversehrt“ von Eva Biringer

    „Unversehrt“ von Eva Biringer

    „Every Woman I know is in pain“ Caroline Reilly Seite 74 Weil ich in der Vergangenheit selbst viele Schmerzen aushalten musste, habe ich mir das Buch „Unversehrt – Frauen und Schmerz ein autobiografisches Plädoyer“ von Eva Biringer gekauft. Vorgestellt hatte ich mir eine Art Gesundheitsratgeber im Umgang mit dem Schmerz, die Beschreibung der Arten des

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