Schlagwort: Residenz-Verlag
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„Die Puppe“ von Tanja Raich
„Die ideale Frau ist die passive Frau.“ Seite 35 Sie ist aus Wachs geformt worden, aus Knochen geschnitzt, aus Stoff genäht, aus Porzellan gebrannt und schließlich in Kunststoff gegossen. Die Puppe ist eines der ältesten Spielzeuge der Menschheit, und sie hat überlebt: Kriege, Moden, Ideologien, Emanzipationswellen. Tanja Raich, Lektorin, Romanautorin und feministische Herausgeberin aus Wien,…
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„Das Klo“ von Franzobel
„In der zivilisierten Welt ist das Klo so tabuisiert wie der Tod.“ S. 19 Kein Thema für die Öffentlichkeit? „In der zivilisierten Welt ist das Klo so tabuisiert wie der Tod.” Franzobel hat recht. Und weil er recht hat, schreibt er ein Buch darüber. Man könnte meinen, das sei Provokation um der Provokation willen; aber…
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„Happily“ von Sabrina Orah Mark
„Wie viele Minuten Kindheit haben alle unsere Kinder noch übrig?“ Seite 21 Happily trägt einen Titel, der fröhlich wirkt. Harmlos klingt er und ein wenig märchenhaft. Doch wie bei vielen Märchen, die sich erst im Rückblick als Zumutung für die kindliche Psyche entpuppen, erweist sich auch dieses Buch als Irritation. Happily verstört und es verlangt…
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„Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht„ von Mieze Medusa
„Es ist schwer, mit Gefühlen umzugehen, die in Tsunamistärke durch den Körper rollen.“ Seite 273 Was für uns Lesende als irrwitziges Trainingslager einer endorphinsüchtigen Radfahrerin beginnt, verwandelt sich nach einem etwas hügeligen Einstieg in den Roman, in eine berührende Studie über das Neu-Erfinden in der Lebensmitte. Mieze Medusa, die Meisterin des rhythmischen Erzählens, berichtet von…
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„mein Vater der glulag die krähe und ich“ von Kaśka Bryla
„… allemal bringt das Eingeständnis eines Unglücks nur noch mehr Unglück in sich, …“ S. 152 Kaśka Bryla,s ich-Erzählerin ist schwer an Corona erkrankt. Seit acht Jahren lebt sie in einem Leipziger Wohnwagenpark mit 35 Menschen, darunter Henrike und Gerhild, um dem Erbe des ehemaligen Realsozialismus nahe zu sein. Die Atemnot hält sie an den…
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„Prinzip Ungefähr“ von Caspar-María Russo
„Im Anadraco kaufte ich mir ein Stück Parmigiano Reggiano, 48 Monate gereift, weil ohne Käse verreise ich nicht, dachte ich.“ Seite 17 Caspar María Russos Debütroman Prinzip Ungefähr ist ein Stück Gegenwartsliteratur, das mit Wucht in die Wirklichkeit junger urbaner Existenz crasht, ein ständiges Hin und Her zwischen Absurdität und schmerzlicher Intimität. Ich-Erzählerin Masha, eine…


